Zur Navigation springen

FAQ: Mensaneubau in Duisburg

Warum wird eine neue Mensa gebaut?

Sowohl die Hauptmensa (MM) als auch die Mensa Bibliothek (LA) in Duisburg sind baulich und technisch stark veraltet und entsprechend sanierungsbedürftig. Die Mensa Bibliothek musste bereits im Herbst 2016 ihren Küchenbetrieb aufgrund erheblicher Mängel einstellen.

Diese gegenwärtige Situation ermöglicht es uns nicht, bestmöglich auf die Bedürfnisse und veränderten Essengewohnheiten unserer Kunden einzugehen. Wir benötigen ein gastronomisches Konzept, das den wachsenden Besucherzahlen, flexibleren Öffnungszeiten, individuelleren Speisezubereitungen wie auch ethisch und religiös begründeten Ernährungsweisen stärker Rechnung tragen kann.

Hierfür sind funktionale sowie technische Verbesserungen und neue räumliche Kapazitäten zwingend erforderlich. Die Hauptmensa mit 397 Sitzplätzen und der Speisesaal über dem U-Café mit 220 Sitzplätzen können derzeit den tatsächlichen Bedarf zu Stoßzeiten von rund 800 bis 1.000 Sitzplätzen nicht abdecken.

Wo wird die neue Mensa gebaut?

Die neue Zentralmensa am Campus in Duisburg wird auf einem rund 5.600² großen Grundstück am Forsthausweg/Carl-Benz-Straße gebaut.

Wie gestaltet sich das Angebot in der neuen Mensa?

Die moderne, barrierefreie und multifunktionale Mensa wird genau auf die Bedürfnisse und Essgewohnheiten der Studierenden und Hochschulangehörigen abgestimmt.

Durch verlängerte Öffnungszeiten wie durch ein variables Bestuhlungskonzept können in der neuen Zentralmensa in Duisburg täglich bis zu 4.000 Gäste versorgt werden. 550 Plätze fasst das Ober-, 250 das Erdgeschoss. Bei Bedarf kann die Kapazität auf 1.000 Sitzplätze nachverdichtet werden So können wir einen reibungslosen Ablauf bei der Versorgung gewährleisten wie auch die Flächen zur Fremdnutzung (z.B. Veranstaltungen, Lernflächen) flexibel umgestalten.

Die Speiseausgabe wird sich auf das Unter- und Obergeschoss erstrecken. In der ersten Etage befindet sich ein großzügiger Speisesaal mit fünf verschiedenen Speiseausgaben sowie Schnellbedienungstheken für kalte und warme Gerichte.

Im Parterre wird es einen marktplatzähnlichen Bereich geben, in dem bis in den Nachmittag hinein Tellergerichte sowie Speisen zum Mitnehmen zubereitet und ausgegeben werden. Eine Kaffee-Lounge mit Süßspeisenangebot rundet das Angebot ab. Durch separate Kochinseln können Speisen je nach Wunsch und Vorliebe zubereitet werden, beispielsweise für Vegetarier, Veganer oder auch Allergiker.

Die vorhandenen Cafeterien, das Café Vision, das U-Café, und das Bistro insgrüne bleiben für die Zwischenverpflegung geöffnet.

Wie wird die neue Mensa gebaut?

Wir, das Studierendenwerk Essen-Duisburg, sind bei diesem Projekt selbst Bauherr. Wir verfügen über eine jahrelange Expertise im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung, kennen daher die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden und können diese unter Anforderungen an Gerätschaften wie Betriebsabläufe im Planungsprozess einbinden.

Gemeinsam mit einem großen interdisziplinären Expertenteam, bestehend aus Architekten, Küchen-, Tragwerks-, Brandschutz- und Außenanlagenplaner wie einem externen Projektsteuerer, lenken wir das Projekt durch die Planungsmethode BIM (Building Information Modeling). Für BIM haben wir uns bewusst entschieden, da diese Arbeitsmethode durch integrale Planungsprozesse wirtschaftliches, ressourcenschonendes und nachhaltiges Planen, Bauen und Bewirtschaften gewährleistet.

Was ist BIM?

Der wichtigste Bestandteil von BIM ist die zentrale Erfassung aller für das Bauvorhaben notwendigen Daten. Daraus resultierend wird zum einen ein ganzheitliches 3D-Modell erstellt, das eine detailgetreue Visualisierung weit vor der Fertigstellung ermöglicht. Und zum anderen entsteht eine integrierte Datenbank, die alle relevanten Gebäudeinformationen zentral zusammenführt sowie den aktuellen Planungsstand abbildet. Änderungen werden in Echtzeit angepasst und auf alle betroffenen Bereiche übertragen.

Dadurch wird ein reibungsloser Informationsfluss im Projektteam gewährleistet, der u.a. unnötige Doppelarbeiten vermeidet. Auch lässt sich mittels BIM frühzeitig feststellen, ob der Neubau in Bezug auf Zeit, Material und Kosten realistisch wie auch effizient umgesetzt wird – darunter fallen auch die Berücksichtigung späterer Betriebs- wie Instandhaltungskosten.

Wann wird der Neubau in Duisburg fertig gestellt?

Der Bauantrag wurde am 20. Dezember 2017 beim Bauamt der Stadt Duisburg eingereicht, sodass der Baubeginn für Sommer 2018 und die Fertigstellung im drauffolgenden Jahr 2019 geplant ist.

Was wird das neue Projekt kosten?

Nach aktuellem Planungsstand (Januar 2018) wird der Mensaneubau rund 35 Millionen Euro kosten. Das Projekt wird mit 23,3 Millionen Euro aus den Mitteln des Hochschulpaktes des Landes Nordrhein-Westfalens gefördert.