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Fragen zum BAföG-Antrag

Welche Unterlagen benötige ich für meinen BAföG-Antrag?

Folgende Formblätter sind notwendig, wenn Sie BAföG beantragen:

  • Formblatt 1 (Angaben zu persönlichen Daten sowie eigenem Einkommen und Vermögen)
  • Anlage 1 zu Formblatt 1 (Lückenlose Angaben zu schulischem und beruflichem Werdegang)
  • Formblatt 3 (Einkommenserklärung Vater/ Mutter/ Ehegatte - Für jeden Einkommensbezieher ist separat eine Einkommenserklärung erforderlich, die Nachweise sind vollständig beizufügen.)
  • Nachweis über eigene Wohnung (Vorlage einer Meldebescheinigung oder Mietvertrages, sofern die bewohnte Wohnung nicht zum Eigentum der Eltern gehört.)

Der Einkommenserklärung auf Formblatt 3 sind entsprechende Belege bezüglich der jeweiligen Einkommensart beizufügen, z.B. Einkommensteuerbescheid, Rentenbescheid, Arbeitslosengeldbescheid, Krankengeldbescheid, Verdienstbescheinigungen oder ähnliches.
Wichtig: Kindergeld gilt nicht als Einkommen und muss nicht angegeben zu werden.

Für einen Weiterförderungsantrag benötigen Sie bis auf den schulischen und beruflichen Werdegang die gleichen Formblätter, ausländische Studierende zusätzlich Formblatt 4. Wird Ausbildungsförderung ab dem 5. Semester beantragt, ist eine Eignungsbescheinigung nach § 48 BAföG auf Formblatt 5 erforderlich. Sofern sich das Einkommen der Eltern/ des Ehegatten gegenüber dem vorletzten Jahr aktuell verringert hat, kann ein sogenannter Aktualisierungsantrag auf Formblatt 7 gestellt werden. Lassen Sie sich aber auf jeden Fall vor der Antragstellung im Amt beraten!

Wichtig: Alle Antragsformulare erhalten Sie im Amt für Ausbildungsförderung. Da die Formulare bundesweit einheitlich sind, können Sie auch die von anderen Ämtern benutzen. Der komplette Antrag steht außerdem auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Download bereit: www.bafoeg.bmbf.de.

Online-Antrag BAföG
Seit dem 15.01.2014 bietet das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW eine Möglichkeit zur Online-Beantragung von BAföG (nur Formblatt 1 inkl. Plausibilitätsprüfung). Eine postalische Übersendung oder die Übersendung des kompletten, unterschriebenen Antrags per Fax oder eingescannter PDF-Datei an das Amt für Ausbildungsförderung bleibt allerdings weiterhin notwendig.
Weitere Informationen erhalten Sie hier: www.bafoeg-online.nrw.de

Was muss ich beim Ausfüllen des Antrags beachten?

Um die Antragsfrist einzuhalten genügt zunächst ein formloser BAföG-Antrag. Die offiziellen Antragsformulare sind allerdings später nachzureichen.Bitte planen Sie ein, dass zwischen Beantragung und Auszahlung des BAföG-Betrages mehrere Wochen vergehen. Sie selbst können das Verfahren jedoch beschleunigen. 

Alles ausfüllen! Füllen Sie ALLES aus. Auch wenn Sie meinen, irgendwo keine Angaben machen zu müssen, so machen Sie lieber einen Strich oder eine Null statt keine Angaben. Jede Lücke führt zu Nachfragen und Nachfragen führen zur Verzögerung - und Sie bekommen Ihr Geld schlimmstenfalls erst einen Monat später.

Wie oft muss ich einen neuen BAföG-Antrag stellen?

Ausbildungsförderung wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt. Ihrem Förderungsbescheid ist auf Seite 1 zu entnehmen, für welchen Zeitraum Ihnen Ausbildungsförderung bewilligt wurde. Frühzeitig vor Ende des Bewilligungszeitraumes, etwa vier Monate vorher, sollten Sie einen unterschriebenen, vollständigen und mit allen Nachweisen versehenen Widerholungsantrag stellen, damit keine Zahlungsunterbrechungen entstehen.

Wann muss ein Eignungsnachweis erbracht werden?

Mit Beginn des 5. Fachsemesters muss ein Eignungsnachweis darüber erbracht werden, dass Sie den ‚‚üblichen Leistungsstand‘‘ gem. § 48 Abs. 1 BAföG zum Ende des 4. Semesters erlangt haben. Der geforderte Leistungsstand ergibt sich aus den jeweiligen Prüfungsordnungen.

In Studiengängen, in denen Credits vergeben werden, kann eine entsprechende Leistungsaufstellung –sofern sie vollständig ist und alle Prüfungsergebnisse enthält - vorgelegt werden. Sollte dies nicht der Fall sein, verwenden Sie für den Nachweis das Formblatt 5, welches von Ihrem zuständigen Fachbereich ausgefüllt werden muss.

Meine Eltern verweigern die Auskunft/Zahlungen- was nun?

Weigern sich Ihre Eltern Auskunft über ihr Einkommen zu erteilen, beziehungsweise zahlen sie den angerechneten Einkommensbetrag nicht als Unterhaltsleistungen an Sie, so besteht die Möglichkeit, eine ‚‚Vorausleistung‘‘ zu beantragen.

Das Amt für Ausbildungsförderung übernimmt nach Einzelfallprüfung ggf. die Zahlungen der Vorausleistungen neben dem BAföG-Anspruch. Dafür geht der Unterhaltsanspruch, den ein Studierender gegen seine Eltern hat, auf das Amt für Ausbildungsförderung über, wird von diesem gegebenenfalls per Unterhaltsklage zurückgefordert und bis zu diesem Zeitpunkt mit sechs Prozent verzinst.

Sprechen Sie auf jeden Fall mit unseren sachkundigen BAföG-Beraterinnen und Beratern!